Robotik · Klasse 6

Messen.
Entscheiden.
Reagieren.

Du untersuchst digitale und analoge Messwerte, formulierst Bedingungen und entwickelst Systeme, die passend auf ihre Umwelt reagieren.

6 Lektionen1 Abschlussprojekt45–60 Minuten je Lektion
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Vom Messwert zur automatischen Nachtleuchte

So arbeitest du

Du misst, vergleichst, formulierst Regeln und prüfst mit Grenz- und Fehlerfällen, ob dein System zuverlässig reagiert.

01

Ordnen

EVA wiederentdecken

Vom Signal zur Reaktion.

Sensorwerte bilden die Eingabe. Das Programm verarbeitet sie nach Regeln. LEDs, Motoren, Töne oder Anzeigen sind mögliche Ausgaben.

Arbeitsauftrag

Erstelle EVA-Schemata für eine automatische Tür, einen Händetrockner und eine Alarmanlage. Benenne jeweils konkrete Sensoren und Aktoren.

Lerncheck

Ist ein Sensorwert bereits eine Entscheidung?

Nein. Das Programm muss den Wert erst vergleichen und nach einer Regel auswerten.

02

Unterscheiden

Digital und analog

Zustand oder Zahlenbereich?

Digitale Eingaben unterscheiden feste Zustände wie an und aus. Analoge Eingaben liefern viele abgestufte Werte, zum Beispiel für Helligkeit oder Temperatur.

Arbeitsauftrag

Ordne Taster, Licht-, Temperatur- und Abstandssensor digital oder analog zu. Begründe, welche Information das Programm tatsächlich erhält.

Lerncheck

Warum ist „analog“ nicht automatisch genauer?

Auflösung, Messbereich, Störungen und Kalibrierung bestimmen, wie brauchbar die Werte sind.

03

Vergleichen

Bedingungen

Wenn das gilt, dann …

Eine Bedingung ist entweder wahr oder falsch. Mit if und else legt das Programm fest, welche Reaktion zu welchem Messwert gehört.

Arduino-Aufgabe

Ein Potentiometer liefert Werte von 0 bis 1023. Die LED soll ab 600 leuchten. Formuliere Bedingung, Gegenfall und drei Testwerte.

Lerncheck

Was geschieht genau beim Wert 600?

Bei der Bedingung wert >= 600 gehört 600 bereits zum Bereich „LED an“.

04

Einteilen

Mehrere Bereiche

Nicht alles ist nur an oder aus.

Mit mehreren Bedingungen lassen sich Messwerte in Bereiche einteilen. Die Reihenfolge der Prüfungen muss eindeutig sein und darf keine Lücken erzeugen.

Arduino-Aufgabe

Baue eine Helligkeitsampel: dunkel = rot, mittel = gelb, hell = grün. Lege sinnvolle Grenzen fest und prüfe Werte direkt an den Übergängen.

Lerncheck

Warum testen wir Werte direkt unter, auf und über einer Grenze?

So erkennen wir Lücken, Überschneidungen oder falsch gesetzte Vergleichszeichen.

05

Beruhigen

Messfehler und Schwankungen

Die Umwelt ist nicht perfekt.

Messwerte können schwanken. Mittelwerte, kleine Wartezeiten oder getrennte Ein- und Ausschaltgrenzen verhindern, dass ein Aktor unruhig hin- und herschaltet.

Arbeitsauftrag

Eine Lampe flackert nahe der Schaltgrenze. Vergleiche drei Lösungen: Wartezeit, Mittelwert aus fünf Messungen und zwei unterschiedliche Grenzwerte.

Lerncheck

Was bewirken getrennte Ein- und Ausschaltgrenzen?

Das System wechselt erst nach einer deutlicheren Änderung zurück und reagiert dadurch ruhiger.

06

Prüfen

Testplan

Zuverlässigkeit ist geplant.

Ein guter Testplan enthält normale Fälle, Grenzfälle, schnelle Änderungen und unplausible Messwerte. Erwartung und Beobachtung werden getrennt notiert.

Arbeitsauftrag

Erstelle sechs Testfälle für eine automatische Nachtleuchte. Berücksichtige Tageslicht, Dunkelheit, Übergänge und einen fehlerhaften Sensor.

Lerncheck

Warum wird die Erwartung vor dem Test notiert?

Damit das tatsächliche Ergebnis unabhängig beurteilt und nicht nachträglich passend erklärt wird.

Abschlussprojekt

Die automatische Nachtleuchte

Entwickle eine Leuchte, die einen Helligkeitssensor auswertet, bei Dunkelheit sanft einschaltet und trotz kleiner Messwertschwankungen ruhig bleibt.

1 Anforderungen festlegen2 Sensor untersuchen3 Grenzen bestimmen4 Schaltung und Code5 Testplan auswerten
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